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Medizinische/r Fachangestellte/r: Vielseitigkeit im Beruf

Medizinische Fachangestellte – kurz MFA – ist einer der fundamentalsten Berufe im medizinischen Bereich, denn ohne diese Fachkräfte läuft gar nichts. Als wichtigste/r Mitarbeiter/in von Ärzten/innen sind diese unverzichtbar. Bis 2006 wurden solche Mitarbeiter/innen noch einfach als Arzthelfer/innen bezeichnet. Doch in Wirklichkeit sind sie viel mehr – Organisationstalent, Seelentröster und medizinische Assistenz in einem.

Wo werden medizinische Fachangestellte eingesetzt?

Als MFA kannst Du an den unterschiedlichsten Standorten und in verschiedensten Bereichen zum Einsatz kommen.
Jeder Arztpraxis ist auf die Hilfe eines/r MFA angewiesen. Und auch in Kliniken und Reha-Zentren möchte man nicht auf ihre Unterstützung verzichten. Selbst in Gesundheitsämtern, medizinischen Laboren oder betriebsärztlichen Abteilungen großer Unternehmen können medizinische Fachangestellte ein berufliches Zuhause finden.


Welche Eigenschaften sind hier gefragt?

Wie bei vielen anderen Berufen im sozialen Bereich benötigst Du als MFA Einfühlungsvermögen und einen respektvollen Umgang mit Menschen. Oft bist Du als MFA erste/r Ansprechpartner/in bzw. Bezugsperson für Patienten. Daher sind Verantwortungsbewusstsein und Empathie wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf. Außerdem solltest Du:

  • ein Organisationstalent
  • freundlich und aufgeschlossen
  • selbstbewusst und belastbar

sein, um den alltäglichen Anforderungen zu genügen.


Worum dreht es sich in der Ausbildung?

Die dreijährige Ausbildung (2,5 Jahre bei sehr guten Leistungen) findet als duale Ausbildung in einer medizinischen Einrichtung und der Berufsschule statt und wird mit einer Ausbildungsvergütung bezahlt. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung vor der Ärztekammer Deines Bundeslandes ab.

Bild von Darko Stojanovic auf Pixabay

In Deiner Ausbildung lernst Du die wichtigsten Arbeitsbereiche kennen:

  1. Patienten begleiten
    Hierzu gehört nicht nur der Empfang an der Anmeldung, sondern auch die Dokumentation der Patientenakte.
  2. Schutz und Hygiene
    Infektionsschutz und die Einhaltung strenger Hygienevorschriften im Umgang mit Patienten und Inventar sind im medizinischen Alltag sehr wichtig.
  3. Anatomie und Physiologie
    Um kranke Personen unterstützen zu können, lernst Du viel über die Anatomie und Physiologie eines Menschen kennen.
  4. Notfallmanagement
    Auch das kommt in Deiner Ausbildung vor, denn schließlich arbeitest Du in der Regel mit Menschen, denen es gesundheitlich nicht gut geht.
  5. Beschaffung Verwaltung
    Das ist die andere Seite des Berufs. Du musst dafür sorgen, dass benötigte Materialien nicht ausgehen und bist für die Beschaffung und Verwaltung dieser zuständig.
  6. Dokumentation und Organisation
    Als MFA solltest Du nicht nur den Umgang mit Menschen lieben, sondern auch das Organisieren und Dokumentieren. Denn in manchen Bereichen kann das bis zu 50 % Deiner Arbeit ausmachen.
  7. Patienten versorgen
    Anders als beim Begleiten legst Du in diesem Bereich Hand an. Das heißt Wunden versorgen, Bandagen anlegen, Instrumente bereitlegen oder Blut abnehmen.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung?

Es gibt keine gesetzlichen vorgeschriebenen Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum/r MFA. Die meisten Auszubildenden haben jedoch einen Realschulabschluss bzw. die mittlere Reife. In einigen Fällen bekommen auch Hauptschüler mit ausgezeichneten Noten eine Chance zur Ausbildung als MFA.

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Quelle Titelbild: Thanks for your Like auf Pixabay