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Logopäde/in: Sprachtherapie als Beruf

Logopäden/innen Menschen mit Sprachstörungen. Zu ihren Patienten gehören Kinder, Menschen mit Behinderungen und Menschen nach schweren Erkrankungen oder Unfällen. Ein Logopäde ist in der Lage, die Sprachstörungen zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

Dieser Beruf ist unheimlich abwechslungsreich und herausfordern und bringt Dich täglich mit neuen Menschen und deren Schicksalen zusammen. Wenn man bedenkt, dass mittlerweile rund ein Viertel aller Erstklässler Schwierigkeiten beim Sprechen haben und zu den häufigsten Folgen von schweren Erkrankungen ebenfalls Sprach- und Schluckstörungen gehören, wird einem die Wichtigkeit dieses Berufs schnell deutlich.

Wo kommt der Logopäde zum Einsatz?

Staatlich geprüfte Logopäden/innen sind in ganz unterschiedlichen Einrichtungen zu finden, wie zum Beispiel in:

  • logopädischen Praxen als Angestellte/r oder Selbstständige/r
  • Alten- und Pflegeheimen
  • sonderpädagogischen Einrichtungen
  • Rehazentren und Krankenhäusern
  • Sprachheilkindergärten

Über welche Skills sollten Logopäden/innen verfügen?

Da Logopäden/innen für die Sprache zuständig sind, sollte diese bei ihnen einwandfrei sein. Auch ein ausgezeichnetes Seh- und Hörvermögen wird bei angehenden Logopäden erwartet, denn auch auditive Wahrnehmungsstörungen und ähnliche Beschwerden gehören zu ihrem Arbeitsbereich.

Gute Noten in den Fächern Musik, Biologie und Deutsch werden von den meisten Ausbildungseinrichtungen vorausgesetzt. Doch noch wichtiger sind Eigenschaften wie:

⦁ Verantwortungsbewusstsein und Empathie
⦁ Durchhaltevermögen
⦁ Eigenständigkeit
⦁ Selbstbewusstsein

Um die Ausbildung antreten zu können, brauchst Du in der Regel die mittlere Reife. Du kannst allerdings in manchen Fällen auch mit einem Hauptschulabschluss Logopäde/in werden. Nämlich dann, wenn Du zusätzlich eine zweijährige Berufsausbildung in der Tasche hast. Weitere Zugangsvoraussetzungen können je nach Schule ein ärztliches Attest und eine Aufnahmeprüfung sein.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Der Beruf ist nichts für Dich, wenn Du:

  • selbst Probleme mit der Sprache hast
  • unter Hördefiziten leidest
  • Dich schwertust, im Umgang mit kranken Menschen und Menschen mit Behinderungen


Was passiert in der Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in einer Berufsfachschule bzw. Logopädieschule statt. Hinzu kommen Betriebspraktika in Kliniken oder einer logopädischen Praxis. Die Schule vermittelt Dir das nötige theoretische Grundwissen, dass Du dann in den Praktika anwenden kannst. Die Ausbildung schließt mit einer dreiteiligen Prüfung, bestehend aus einem schriftlichen, theoretischen und praktischen Teil ab.

Gut zu wissen:

Machst Du Deine Ausbildung in einer kommunalen Einrichtung wie einem Krankenhaus oder einer Uniklinik, erhältst Du eine Ausbildungsvergütung. Bei einer rein schulischen Ausbildung oder an einer privaten oder kirchlichen Einrichtung, gibt es für die Auszubildenden keine Vergütung. Das anfallende Schulgeld kann mit Bafög gefördert werden.

Wie sieht die Arbeit eines/r Logopäden/in aus?

Das hängt ganz davon ab in welchem Bereich du arbeitest. Die meisten Logopäden/innen spezialisieren sich nach der Ausbildung in einem bestimmten Bereich bzw. auf eine Behandlungsmethode, wie zum Beispiel die Behandlung von:

  • Störungen der Sprachentwicklung
  • Stimmstörungen
  • Redeflussstörungen

Viele Logopäden/innen machen sich mit einer eigenen Praxis selbstständig. Andere arbeiten lieber in großen Einrichtungen wie modernen Krankenhäusern oder Reha-Kliniken.

Wenn dich der Beruf des Logopäden interessiert, schaue dir auch die anderen sozialen Berufe an, die wir auf unserem Blog vorstellen.

Quelle Titelbild: Polina Tankilevitch von Pexels