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Heilerziehungspfleger/in: Ein verantwortungsvoller Job

Was macht eigentlich ein/e Heilerziehungspfleger/in? Du bist fürsorglich und verantwortungsvoll und möchtest unbedingt in einem sozialen Beruf arbeiten? Geduld und Einfühlungsvermögen sind Deine Stärken? Du möchtest etwas mit Menschen machen und hilfst gerne? Dann hast Du beste Voraussetzungen für den Job als Heilerziehungspfleger/in.

Wo werde ich als Heilerziehungspfleger/in arbeiten?

Du wirst als Heilerziehungspfleger/in überall dort eingesetzt, wo hilfebedürftige Menschen jeden Tag Deine Unterstützung benötigen. Das kann an folgenden Orten stattfinden:

  • Tagesstätten, Wohn- und Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Kindertageseinrichtungen
  • Schulen
  • Einrichtungen der Sozialpsychiatrie
  • ambulanten Diensten
  • Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

Wie läuft die Ausbildung zum/r Heilerziehungspflegerin ab?

Auch diese Ausbildung ist, wie viele andere im sozialen Bereich eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung. Das bedeutet: dass die Ausbildung von den einzelnen Bundesländern und hier nochmals von der jeweiligen Einrichtung geregelt wird und daher sehr unterschiedlich ausfallen kann. Und dass die Ausbildung an einer Berufsfachschule stattfindet und mit einem Praxisanteil gespickt ist.

Es gibt die Möglichkeit die Ausbildung als Vollzeit- oder Teilzeitvariante zu absolvieren. Vollzeit bedeutet hier 2-3 Jahre Ausbildung. Für de Teilzeitvariante, bei der Du bereits in einer Einrichtung arbeitest und ungefähr 2-mal pro Woche die Schule besuchst, werden in der Regel 3-5 Jahre benötigt.

Welche Voraussetzungen sind für die Ausbildung nötig

Die Voraussetzungen, um mit der Ausbildung zu starten, sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In den meisten Fällen wird ein mittlerer Bildungsabschluss gewünscht und zusätzlich entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine mehrjährige Berufstätigkeit in einem einschlägigen Beruf. Eine weitere Option ist der Start nach dem Abitur und einer einschlägigen praktischen Tätigkeit.

Heilerziehungspfleger arbeiten auch oft mit Kindern, Foto von RODNAE Productions von Pexels

Hinzu kommen in vielen Fällen ein ärztliches Attest, ein Führungszeugnis oder der Vertrag mit einer heil- oder sozialpädagogischen Einrichtung zur praktischen Ausbildung. Auch Eignungstests sind an der Tagesordnung.

Inhalte der schulischen Ausbildung

Neben medizinischen Grundlagen wirst Du auch in sogenannten praxisnahen Fächern wie „Musik und Bewegung“ oder „Spiel und Gestaltung“ unterrichtet und lernst natürlich auch die psychologische Seite der Heilerziehungspflege kennen.

Inhalte der praktischen Ausbildung

Im Praktikum kannst Du die erworbenen Fachkenntnisse vertiefen und gleichzeitig viel Erfahrung im Umgang mit den Menschen in den jeweiligen Einrichtungen sammeln. Hinzu kommen erste Aufgaben für Dich in Bezug auf Pflege, Förderung und Bildung.

Die praktische pädagogische Umsetzung der theoretischen Fähigkeiten und die erlernten medizinischen und fachlichen Hintergründe ermöglichen es Dir, Dich umfangreich auf Deinen zukünftigen Beruf vorzubereiten.

Welche Eigenschaften sind von Vorteil für die Ausbildung als Heilerziehungspfleger/in?

Von den Bewerbern/innen wird erwartet, dass sie:

  • verantwortungsvoll und selbstständig sind
  • gerne mit Menschen arbeiten
  • Abwechslung mögen
  • Herausforderungen bewältigen können
  • körperlich und psychisch belastbar sind
  • zuverlässig und ein Organisationstalent sind
  • Teamplayer sind

Der Beruf des/der Heilerziehungspflegers/in passt nicht zu dir wenn du:

  • gegenüber Menschen mit Behinderungen gehemmt und blockiert sind
  • ungeduldig und schnell gestresst sind
  • keine Empathie besitzen
  • nicht auf Menschen und ihre Bedürfnisse eingehen können.

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Bildquelle: Cliff Booth von Pexels